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Was lehrt und der Wahltag am vergangenen Sonntag?
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Dass Bürger sich in ihren Anliegen nicht beachtet, nicht mitgenommen fühlen – von der Regierung und von „denen da oben“.
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Das Projekt der Neubaustrecke Bielefeld – Hannover gehört zu diesen Themen. Immer noch erklärt die Bundesregierung nicht verständlich, warum die Planer den Auftrag haben, mit einer Fahrzeit von 31 Minuten zu planen. Die Bundesregierung verschanzt sich hinter einem Gutachten, das sie nicht einmal zu erklären in der Lage ist.
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Dabei wäre es ein Leichtes, nachzuweisen, dass es sich bei den meisten Gegenargumenten und Alternativen um nicht haltbare Aussagen handelt. Mit nicht diskutierbaren „Vorgaben“ gewinnt man nicht die auf anderen Feldern verspielte Glaubwürdigkeit zurück, sondern erweist der Bahn einen Bärendienst.
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12 einfache Frage – 12 einfache Antworten
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Alle Antworten lassen sich nachprüfen, sollten aber auch ohne Nachprüfung einleuchten.
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Verkehrliche Bewertung der Trassen
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Es ist aufwändig, die von den Planern der DB vorgelegten Trassen zur Neubaustrecke Hannover – Bielefeld durchzuarbeiten und zu bewerten. Zu umfangreich ist das vorgelegte Material. Aber eine intensive Arbeit an den detaillierten Unterlagen lohnt sich. Denn erst die Durcharbeitung unter verkehrlichen und betriebstechnischen Aspekten lässt erkennen, was möglich ist, wo Probleme drohen und wo nachgebessert werden sollte.
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Die Details dieser Auswertung sind hier nachzulesen.
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Hier ein kurzer Überblick über die dargestellten Chancen und Risiken.
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Regionaler Nutzen in Stichworten
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- Durch die Verlagerung der Fernzüge zwischen Hannover und Bielefeld werden Kapazitäten frei für einen 15-Minuten-Takt der S-Bahn nach Wunstorf und für eine S-Bahn in Ostwestfalen-Lippe. Das kommunizieren die Planer bereits auf ihrer Website.
- Durch zwei Verbindungskurven lässt sich die Fahrzeit von Bad Salzuflen und Barsinghausen in das jeweils nahe Oberzentrum Bielefeld und Hannover halbieren.
- Regionalbahnhöfe können in Buchholz nördlich von Rinteln mit Anschluss an die Rinteln-Stadthagener Eisenbahn sowie in Lauenau eingerichtet werden.
Schneller nach Osnabrück Berlin – Amsterdam in 4 Stunden
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Auch das machen die vorgelegten Trassen möglich. Die günstigste Verknüpfung für kürzeste Fahrzeit Hannover – Osnabrück ist zur Bahnlinie Herford – Kirchlengern möglich. Für die Trassen, die Richtung Bad Salzuflen führen, ist dieser Bau sogar nachträglich planbar, da an einen oberirdisch geplanten Abschnitt angeknüpft werden kann. Das Deutschlandtakt-Gutachten ignoriert diese Chancen bisher.
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Bestandsausbau-Abschnitte
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Von besonderer Bedeutung für eine Bewertung ist der von Bürgerinitiativen immer geforderte Ausbau des Bestandes. Schaut man genau hin, dann erweisen sich die in den Trassenvorschlägen enthaltenen Bestandsausbauten der Abschnitte als ausgesprochen problematisch.
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- Der Abschnitt durch Lindhorst bis westlich von Kirchhorsten lässt sich sinnvoll nur für den Richtungsbetrieb gestalten. Das heißt, dass die Schnellfahrgeleise in der Mitte liegen, die Gleise für Güter- und Regionalverkehr außen. Ein solcher Umbau bedeutet, dass kein Stein auf dem anderen bleibt und wiederholte Vollsperrungen – wie vom Ausbau Nürnberg – Bamberg – Ebensfeld bekannt, unvermeidlich sind.
- Die Idee der Bürgerinitiativen geht immer dahin, dass man „ganz einfach“ zwei Gleise daneben legt. Doch das wird für die Varianten 1 bis 3 in gar keinem Fall in Betracht kommen, für die Varianten 4 bis 6 wäre alternativ ein Bau für den Linienbetrieb zu prüfen und eine getrennte Bewertung für beide Unter-Varianten zu erstellen. Wesentliche Unterschiede ergeben sind nicht nur für den Ablauf des Baues, sondern auch für die zu errichtenden Überwerfungen.
- Im Abschnitt zwischen Bielefeld und Herford soll ein fünftes und sechstes Gleis neben den Bestand gelegt werden, aber eigentlich ist, wenn die Gleise nach Herford führen sollen, dafür insbesondere im Bielefelder Stadtteil Brake kein Platz vorhanden. Vier Gleise (wie bisher, nur begradigt) genügen aber nicht, weil in Herford eine kreuzungsfreie Ausfädelung möglich ist und ein neuer Engpass entstehen würde.
- Die Führung von zwei Schnellfahrgleisen durch den Herforder Bahnhof die Beseitigung eines Bahnsteigs, der an der anderen Seite des Bahnhofs neu gebaut werden müsste. Die Durchbindung von Zügen von Bad Salzuflen nach Bielefeld, die der Zweckverband NWL plant, wäre durch die Hochgeschwindigkeitszüge blockiert, die durch den Bahnhof fahren.
Anbindung Minden: Nachbesserung unerlässlich
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Die Trassen 7 bis 12 sehen eine rund 14 km lange zusätzliche Neubaustrecke von Buchholz nach Minden vor. Bei Lindhorst liegt die vorgesehene Trasse der Varianten 7 bis 9 so nah am Bestand, dass eine Spange von 2 Kilometer Länge genügt, um die Verbindung herzustellen. Es drängt sich auf, diese Verknüpfung alternativ zu prüfen. Dies gilt umso mehr, als so ein Regionalexpress von Bückeburg und Stadthagen ohne Zwischenhalt schneller in Hannover wäre als über Wunstorf.
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Die gründliche Planung und die Vorbereitung einer aussagekräftigen Website mit den Details der Trassen haben sich gelohnt. Es sind alle Daten vorhanden, die es zulassen, Alternativen vorzuschlagen.
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Bedauerlich ist aber, dass Alternativen nicht geprüft werden dürfen, die nicht minutengenau mit dem Deutschlandtakt-Gutachten übereinstimmen. Dieser Maulkorb für die Planer in Hannover wird dazu führen, dass Bürgerinitiativen ihre bisherigen Thesen wiederholen und den latenten Frust der Bürger befeuern können – und dass Zukunftschancen ungenutzt bleiben, die sich bei fachlicher Betrachtung geradezu aufdrängen.
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Initiative Deutschlandtakt und
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PRO BAHN NRW e.V., PRO BAHN Niedersachsen e.V.
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Rainer Engel, Referent Deutschlandtakt
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